Hallo,

diese Seite richtet sich eher an Personen, die sich für die Deutsche Gebärdensprache (DGS) interessieren oder sich mit dieser Sprache beschäftigen. Wir wollen versuchen, euch über Veranstaltungen, Termine für Gebärdensprachkurse, für Treffen, z.B. DGS-Stammtische usw. im Saarland zu informieren.


10. Oktober 2019

Ein neues Gastkommentar #2 zu diesem Bericht!

26. September 2019

Symbolbild
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Wieder ein unglaublicher Vorfall beim saarländischen Amtsgericht

 


23. September 2019

 

 

 

"Gebärdensprachrechte für alle!“

So lautet das Motto des diesjährige Internationalen Tages der Gebärdensprachen und der Internationalen Woche der Gehörlosen, die vom 23. bis zum 29. September 2019 zum zweiten Mal stattfinden.

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WFD-Charta-zu-Gebaerdensprachrechten-fue
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20. September 2019

Ein weiterer Artikel zum Thema Gebärdensprache wurde von der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht. Diesen könnt Ihr hier lesen:


20. September 2019

 

Gebärdensprache für Alma!

 

Die dreieinhalbjährige Alma kann nur mittels Gebärdensprache kommunizieren.

 

 


Jegliche gebärdensprachliche Förderung wird allerdings bis heute von den Behörden abgelehnt. Ihre Familie kämpft für sie und hofft auf Unterstützung.

 

Auf ihrer Internetseite könnt Ihr mehr über die Geschichte und den Kampf mit den Behörden erfahren.


19. September 2019

Sascha Nuhn vom Hessischen Verband für Gehörlose und hörbehinderte Menschen e.V. schrieb am 9. September 2019 einen offenen Brief:

 

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben möchte ich Beschwerde gegen zwei Gebärdensprachdolmetscher*innen, Frau K. M. und Herrn K. A., einlegen.

 

Es geht um die Qualität der Voicen und die mangelhafte Wahrnehmung der Gebärdensprache im Gebärdenraum. Leider waren die beiden Gebärdensprachdolmetscher nicht in der Lage, diese Aufgabe mit einer hohen Qualität in Richtung Voicen zu übersetzen und ich habe mich in diesem Fall kommunikativ behindert gefühlt. Dieser Zustand sollte nicht von Dauer sein.

 

Sachverhalt:

Am 4. September 2019 war ich auf einer Veranstaltung zum BTHG in Wiesbaden und mir wurde schriftlich mitgeteilt, dass zwei Gebärdensprachdolmetscher vor Ort anwesend sein würden.

 

Vor Ort hatte ich nach dem Vortrag einige Fragen zum Vortragsinhalt und habe die Fragen an den Vortragsredner gestellt. Die beiden Gebärdensprachdolmetscher haben meine Fragen nicht verstanden, sodass ich diese noch einmal wiederholen musste. Mein Gebärdenfluss wurde ständig unterbrochen und mein sprachlicher Fluss wurde in diesem Fall gestört, sodass ich nicht in der Lage war, meine Fragen vollständig an den Vortragsredner zu stellen. Da habe ich mich vor allem entschuldigt und mitgeteilt, dass die beiden Gebärdensprachdolmetscher nicht in der Lage sind, meine Fragen zu verstehen und in Lautsprache zu übersetzen, und ich somit leider keine Fragen stellen kann. Diese Aussage haben die beiden leider nicht übersetzt, was ich als einen Verstoß gegen den Berufs- und Ehrenkodex sehe, da die beiden ihrer Aufgabe nicht nachgekommen sind.

 

Bei weiteren Vortragsthemen wollte ich wieder Fragen stellen. Und da bat mich die Gebärdensprachdolmetscherin explizit, dass ich ganz langsam gebärden solle, was ich auch getan habe. Außerdem habe ich einige Gebärdenvokabeln weggelassen, damit es für die beiden Gebärdensprachdolmetscher verständlicher wird. In diesem Moment war ich nicht ich selbst und in meiner Redefreiheit drastisch eingeschränkt!

 

Am Ende bin ich zu den beiden Gebärdensprachdolmetschern gegangen und habe ihnen mitgeteilt, dass das Dolmetschen nicht nur aus einer Richtung besteht, sondern aus zwei Richtungen, und dass im Bereich Voicen und Wahrnehmung ein enormer Verbesserungsbedarf vorhanden ist.

 

Es kann und darf nicht sein, dass ich mich kommunikativ eingeschränkt fühle und mich nicht frei entfalten kann. Außerdem ist unser Erscheinungsbild durch die beiden Gebärdensprachdolmetscher vor Ort geschädigt, da die anderen Anwesenden nicht unterscheiden können, wer in diesem Fall versagt hat.

 

Wie Sie schon wissen, ist dieses Problem nicht neu. Es ist schon länger bekannt, dass einige Gebärdensprachdolmetscher Schwierigkeiten mit Voicen sowie der Wahrnehmung der Gebärdensprache haben. Warum wird in diesem Fall keine Weiterbildung angeboten? Warum sind die Gebärdensprachdolmetscher nicht in der Lage, über sich selbst zu reflektieren und an dieser Schwäche zu arbeiten? Ebenso ist es bekannt, dass einige Gebärdensprachdolmetscher Aufträge ablehnen, in denen viel gevoict werden muss.

Leider muss ich sagen, dass es bei einigen Gebärdensprachdolmetschern aufgrund der mangelhaften Qualität im Bereich Voicen nicht in Ordnung ist, sie mit dem vollen Stundensatz abzurechnen!

 

Das Argument, dass der Gebärdensprachdolmetscher den Gesprächspartner erst mal kennenlernen muss um dann besser übersetzen zu können, lasse ich nicht mehr gelten. Es gehört zu der Aufgabe der Gebärdensprachdolmetscher, sich regelmäßig in der Welt der Gehörlosen zu bewegen und Veranstaltungen zu besuchen, um die Wahrnehmung und Verständigung zu erhöhen. Ich bin häufiger auf einer Veranstaltung unterwegs und habe noch nie zu einem Gebärdensprachdolmetscher gesagt, dass ich vorher ein Kennenlerngespräch führen muss um eine bessere Wahrnehmung zum Gebärdensprachdolmetscher erzielen zu können. Warum sollten die Gebärdensprachdolmetscher dann diese Sonderrolle einnehmen dürfen?

 

Aus diesem Grund plädiere ich dafür, dass die Gebärdensprachdolmetscher zukünftig die Bezeichnung „Dolmetscher für Gebärdensprache und Lautsprache“ tragen sollten. Sollten die Gebärdensprachdolmetscher nicht die geforderte Qualität in der Übersetzung von Gebärdensprache in die Lautsprache erzielen können, so sollten sie nur noch diese Bezeichnung „Dolmetscher für Gebärdensprache“ tragen. So kann man leichter erkennen, dass ein Gebärdensprachdolmetscher zwar eine Grundlage fürs Voicen hat, aber nicht die gewünschte Qualität im Bereich Voicen erbringen kann. Das wäre bei der Auswahl der Gebärdensprachdolmetscher eine große Hilfe!

 

Ebenso ist es eine Überlegung wert, eine Plattform für die Bewertung von Gebärdensprachdolmetschern einzuführen, um die Gebärdensprachdolmetscher anzuspornen, bessere Leistungen anzubieten und sich weiterzubilden.

 

Ein Weiterso können wir uns nicht mehr leisten. Wir müssen umdenken und überlegen, wie wir in Zukunft eine umfassende Leistung in beiden Richtungen anbieten können.

Dieses Schreiben sehen wir als offenen Brief an den Berufsverband für Gebärdensprachdolmetscher in Hessen an, da wir dringenden Handlungsbedarf im Bereich Voicen und der Wahrnehmung der Gebärdensprache sehen, um in Zukunft flächendeckend Gebärdensprachdolmetscher mit einer hohen Qualität an die Übersetzung anbieten zu können.

 

In der Vergangenheit haben wir mehrmals auf diese Problematik hingewiesen. Leider haben wir immer wieder die Aussage erhalten, dass es die Sache der Gebärdensprachdolmetscher sei, wie sie sich weiterbilden und weiterentwickeln.

 

Wir sind für ein Gespräch offen und freuen uns, wenn wir uns an einem Tisch sitzen können und gemeinsam über die zukünftige Lösung austauschen können.

 

Viele Grüße

Sascha Nuhn

******************
Ich bedanke mich bei Sascha für die Erlaubnis, diesen Brief hier veröffentlichen zu dürfen und vor allem für das Umdenken und die Veränderungen, die in der Vergangenheit und in der Zukunft im Sinne unseres Rechtes auf die barrierefreie Kommunikation getroffen wurden / werden.

Peter


03. Juni 2019

Ein neues Gastkommentar #1 zu diesem Bericht!

30. Mai 2019

Symbolbild
Symbolbild

 

 

 Wievielmal musste ich das Wort „Fahrerflucht“ und „Strafe“ hören...?


30. Mai 2019

Saarbrücker Zeitung, Lokal Neunkirchen, vom 15. Mai 2019
Saarbrücker Zeitung, Lokal Neunkirchen, vom 15. Mai 2019

 

Zurzeit sammle ich die Fakten und werde demnächst einen Blog schreiben.


03. März 2019

Ein neues Gastkommentar #1 zu diesem Bericht!

18. Februar 2019

Symbolbild
Symbolbild

 

 

 

Was ist denn passiert, wenn die Gebärdensprachdolmetscher...


03. März 2019

Ein neues Gastkommentar #4 zu diesem Bericht!

27. September 2018

Gebärde "Barriere" - Foto: privat
Gebärde "Barriere" - Foto: privat

Wirksame Alltagsverbesserungen...aha, wie bitte?

 

Am 22. August 2018 wurde ein Bericht aus der Saarbrücker Zeitung (Lokales Dudweiler) veröffentlicht, in dem unsere Ministerin Frau Bachmann betonte, dass es seit 2003 wichtige Alltagsverbesserungen ....


21. Februar 2019

Quelle: zdf.de
Quelle: zdf.de

Kritik an die ZDF - Fernsehserie SOKO München, weil gehörlose Rollen mit hörenden Schauspielern besetzt ...


...liest ihr bitte hier: Stellungnahme vom Gehörlosen-Bund!

Und schaut ihr euch bitte ein Gebärdenvideo von Corinna Brenner an, natürlich mit dem Untertitel!

 

(Diese Fernsehserie "Stille Liebe" ist  im Internet unter https://www.zdf.de/serien/soko-muenchen/stille-liebe-100.html 

bis 09. Mai 2019 verfügbar!)

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dgb_03_2019_Stellungnahme.pdf
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Ich bedanke mich herzlich bei Corinna für ihr Einverständnis mit der Veröffentlichung dieses Videos für meine Homepage hier.


01. Februar 2019

Quelle: www.meine-dgs.de
Quelle: www.meine-dgs.de

Neuigkeiten zum öffentlichen DGS-Korpus:

 

Im Internet unter www.meine-dgs.de findet ihr viele neue Inhalte.

 

Viel Spaß beim Herumstöbern auf dieser tollen Webseite!


01. Februar 2019

Freundliche Mitteilung vom Gehörlosenbund:

Quelle: www.pixabay.com
Quelle: www.pixabay.com

Große Erleichterung herrscht über den Beschluss „CI-Zwang-Fall“ aus dem Amtsgericht Goslar:

 

Von familienrechtlichen Maßnahmen nach den §§ 1666,6 1666a BGB wird abgesehen!
Kein CI-Zwang! Keine Kindeswohlgefährdung!

 

Es war ein gemeinsamer Erfolg für den Elternwillen!

 

Monatelang verfolgte die Gehörlosen- bzw. Gebärdensprachgemeinschaft den konkreten Fall einer möglichen „CI-Zwangs-Implantation“ in Niedersachsen.

 

Dank der Unterstützung von Karin Kestner, die trotz ihrer schweren Erkrankung den Eltern sehr beigestanden hat, gelang es, sich gegen eine mögliche CI-Zwangsimplantation zur Wehr zu setzen.

 

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V., andere Verbände und Personen haben viele Stellungnahmen zu diesem Fall abgegeben. Den Beschluss des Amtsgerichtes hält der DGB für wegweisend für Eltern, denen nach einer BERA-Untersuchung eine CI-Implantation für ihr Kind nahegelegt wird und die sich trotz ausführlicher Beratung gegen eine CI-Implantation entscheiden. Nach den ausführlichen Ermittlungen des Familiengerichts bestehen keine ausreichenden Gründe, um eine Zwangsimplantation eines CIs richterlich anzuordnen. Mit der Entscheidung der Eltern gegen eine CI-Implantation liegt keine Kindeswohlgefährdung vor.

 

Wir gratulieren den Eltern zum richterlichen Beschluss und drücken unsere Hochachtung für Karin Kestners Engagement aus.

 

Wie Karin Kestner hoffen wir, dass es keinen neuen weiteren Fall dieser Art vor Gericht geben wird.

 

Quelle: Deutscher Gehörlosenbund - www.gehoerlosen-bund.de

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Veröffentlichter Beschluss des Amtsgerichts Goslar
Amtsgericht-Goslar_Beschluss_20190129.pd
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DGZ-Artikel „Urteil im CI-Zwang-Fall: Keine Kindswohlgefährdung“:

https://gehoerlosenzeitung.de/cochlea-implantat-zwang-urteil-goslar/

Hier findet ihr die Sammlung von Stellungnahmen, Artikeln, Übersetzungen usw..


19. November 2018

Ein neues Gastkommentar zu diesem Bericht!

02. November 2018

Symbolfoto
Symbolfoto

Umgang mit gehörlosen Menschen bei einem Treffen oder einer Party/Feier

 

 


14. September 2018

Gute Nachricht für die Kinder gehörloser Eltern!

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die Kinder für taube Eltern im Pflegeheim nicht mehr zahlen als für hörende Eltern müssen!  Endlich hat die Gerechtigkeit gesiegt!

Ein Bericht ist unter https://www.taubenschlag.de/2018/09/bundesgerichtshof-sieg-fuer-die-familie-walte/ zu sehen! 


11. September 2018

Bildquelle: NDR/Lisa Wolff/Henning Wirtz, honorarfrei
Bildquelle: NDR/Lisa Wolff/Henning Wirtz, honorarfrei

TV-Tipp:

"7 Tage... taub" im NDR-Fernsehen

 

Eine Dokumentensendung über das Leben ohne Ton, ohne Stimmen und ohne Geräusche.

 

- Mittwoch, 26. Sept. 2018, 23:50 bis 00:20 Uhr 

- Samstag, 29. Sept. 2018, 13:30 bis 14:00 Uhr

 

Weitere Infos: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/7_tage/7-Tage-taub,sendung819686.html


6. September 2017

Ein neues Gastkommentar zu diesem Bericht!

22. August 2018

Archivbild
Archivbild

Erfahrungsbericht über das Verhalten von saarländischen Polizisten gegenüber tauben/gehörlosen Personen


16. August 2018

 

Am 6. Juli 2018 war ich in Frankenthal und habe einen Vortrag über das DGS-Korpus-Projekt gehalten. Es wurde über das DGS-Feedback, vor allem über die Dialekte/Varianten heiß diskutiert. Einer möchte mich nach Trier einladen. Wie ich sehe, ist mein Vortrag dort gut angekommen und ich hoffe, dass es mit Trier terminlich klappt.

Gerne kann euer Verein, eure Gruppe oder Organisation in der Region Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen mich auch mit diesem interessanten und kostenlosen Vortrag zu sich einladen. Meldet euch einfach bei mir! (Link zum Kontaktformular)

 

Als letztes möchte ich kurz mitteilen, dass geplant ist, einen Infostand über dieses Projekt am Nachmittag des 13. Oktober 2018 bei einem Fest-Tag zum 100-jährigen Jubiläum des Gehörlosenvereins „Bleib Treu“ im Bürgerhaus in Saarbrücken-Burbach einzurichten. Ich würde mich freuen, euch dort begrüßen zu dürfen. (Link zur Webseite dieses Vereins)


07. August 2018

Bildquelle: privat
Bildquelle: privat

Es gibt mal was zu lesen über das Thema "Gehörlose in NRW klagen über zu wenige Dolmetscher" von der Saarbrücker Zeitung (03. August 2018):

https://www.saarbruecker-zeitung.de/gebaerendensprache-gehoerlose-in-nrw-klagen-ueber-zu-wenige-dolmetscher


28. Juni 2018

Quelle: privat
Quelle: privat

Hier der Pressebericht zum Thema "Notfallseelsorger lernen Gebärdensprache":

http://www.psnv-saarland.de/index.php/blog/gehoerlose-im-notfalleinsatz/

 

Vielen herzlichen Dank an Monika Wittor (2. Vorsitzende der NKS) für diesen Bericht und auch für den Kommentar zum Thema „Erfahrungsbericht über das Verhalten von saarländischen Polizisten gegenüber tauben/gehörlosen Personen"!


28. Juni 2018

Quelle: Fabio Giusti
Quelle: Fabio Giusti

Gestern war ich in Luxemburg und habe eine interessante Präsentation gehalten.

 

Bei dieser Präsentation handelte es sich um die Vorstellung eines DGS-Korpus-Projektes, das Gebärden für ein digitales DGS-Wörterbuch sammelt und alle gebärdensprachkompetenten Menschen dazu aufruft, DGS-Feedback zu geben, welches sehr wichtig ist.

 

Die Informationen, was dieses Projekt ist, warum dieses Feedback benötigt wird und wie eine Teilnahme möglich ist, wurden präsentiert. Von dem DGS-Wörterbuch wurde ein erstes Entwurf kurz gezeigt.

 

Weitere Informationen über dieses Projekt findet ihr im Internet unter: 
http://www.dgs-korpus.de

 


30. Mai 2018

Dieser Bericht richtet sich an Gehörlose, die Gebärdensprachdolmetscher zu gewissen Anlässen, z.B. Arztbesuch, Behördengang usw. bestellen.

Ihr wisst bestimmt schon, dass ich meine Hausarbeit über das Thema „Menschen mit Hörbehinderung und Gebärdensprachdolmetscher - Die Situation im Saarland“ im Rahmen meiner Ausbildung zum staatlich anerkannten Gebärdensprachdozenten im Jahr 2012 geschrieben habe. Bei der Umfrage wünschten sich die Gehörlosen, dass die Gebärdensprachdolmetscher hochqualifiziert und gebärdensprachkompetent sein sollen. Das ist keine Frage. Aber...

 

... auf der anderen Seite sollen die Gehörlosen bitte mal vernünftig sein. Vor kurzem hat mir eine Frau, die als hochqualifizierte Dolmetscherin für Deutsche Gebärdensprache tätig ist, per E-Mail geschrieben, dass in der letzten Zeit häufiger Gehörlose, die sie für das Dolmetschen bestellt haben, kurzfristig vor dem Termin absagen oder gar überhaupt nicht zum Termin erscheinen.

 

Dies ist für sie oder auch für die anderen Kolleginnen sehr ärgerlich, denn die Kostenträger, z.B. Krankenkassen, kommen hier für die Kosten leider nicht auf. Das heißt: Ihr Ausfallhonorar wird nicht bezahlt. 

 

Die Dolmetscherin hatte zum Beispiel den Fall, dass sie zum Dolmetschen für einen Termin angefragt wurde und ihn ablehnen musste, da sie einen anderen festen Termin hatte. Jedoch ist der gehörlose Klient zu diesem Termin nicht erschienen und sie stand da und wartete fast eine halbe Stunde, obwohl sie ihn einen Tag davor noch daran erinnert hatte und er sein Kommen fest zugesagt hat. Alleine ihre Fahrzeit war für die einfache Wegstrecke über eine Stunde, also der Gesamtausfall war mit Wartezeit 2,5 Stunden plus die gefahrenen Kilometer.

Und zudem hatte der andere Gehörlose, dem die Dolmetscherin absagen musste, so möglicherweise für seinen Termin keinen Dolmetscher.

 

In diesem Zusammenhang kann man auf die Rahmenvereinbarung der Krankenkassen hinweisen, in der steht: „Dem Gebärdensprachdolmetscher werden die Ausfallkosten in den Fällen ersetzt, in denen der Ausfall nicht in der Privatsphäre des Klienten begründet ist“. Das bedeutet, die Dolmetscherin hätte eigentlich das Recht, dem Klienten eine Privatrechnung zu senden, was sie natürlich nicht macht, obwohl ihr tatsächlich Ausfallkosten entstanden sind und sie Zeitaufwand dafür hatte. Vielleicht wissen das auch viele nicht.

 

Ich gebe ihr vollkommen Recht. Viele denken nicht daran, wie hoch der zeitliche und finanzielle Aufwand für die Dolmetscher ist, wenn jemand unentschuldigt zum Termin nicht erscheint.

 

Daher eine große Bitte an alle: Haltet einen von euch „gebuchten" Termin bitte unbedingt ein! Sollte Ihr aus wichtigem Grund verhindert sein, so sagt den Termin rechtzeitig (am besten mindestens 24 Stunden vorher) ab! Und auch um pünktliches Erscheinen wird gebeten! 

 

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit!

 

Peter


12. November 2017

Quelle: privat
Quelle: privat

Ein Schnappschuss bei meinem Unterricht !
Die Kinder lernen gerade die Gebärdensprache. Hoffentlich werden aus ihnen später Dolmetscherinnen für Deutsche Gebärdensprache.


02. November 2017

Quelle: Deutsche Gehörlosenzeitung 10|2017
Quelle: Deutsche Gehörlosenzeitung 10|2017

Einen interessanten Artikel hierzu können wir, dank der freundlichen Genehmigung der Deutschen Gehörlosenzeitung, hier veröffentlichen.

Was darin geschrieben wurde, das können auch wir bestätigen.

Kommentare: 0


09. Oktober 2017

Bildquelle: WDR / Herby Sachs
Bildquelle: WDR / Herby Sachs

15. August 2017

Meine Empfehlung an alle, die nie etwas mit den Tauben/Gehörlosen zu tun hatten: Neue Broschüre „Kommunikation mit Gehörlosen“ 

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