01. Dezember 2019

Quelle: www.meine-dgs.de
Quelle: www.meine-dgs.de

Neuigkeiten zum öffentlichen DGS-Korpus:

 

Nun gibt es in zwei verschiedenen Formaten:

 

 


Beide sind frei und kostenlos zugänglich,
wobei jedoch die nachfolgenden Nutzungsbedingungen beachtet werden !

Viel Spaß beim Herumstöbern!


29. November 2019

Gerne kann euer Verein, euer Landesverband, eure Gruppe oder ähnliches in der Region Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen mich auch mit diesem interessanten und kostenlosen Vortrag zu Themen

  • DGS-Korpus
  • Öffentliches DGS-Korpus
         - Meine DGS
         - Forschungsportal
  • DGS-Wörterbuch (erste Entwürfe)
  • Gebärdenvarianten
  • DGS-Feedback
  • usw.

zu sich einladen. Meldet euch einfach bei mir! (Link zum Kontaktformular)

 

Mehr Informationen darüber findet ihr auf der Internetseite www.dgs-korpus.de!

 


26. September 2019

Symbolbild
Symbolbild

 

 

Wieder ein unglaublicher Vorfall beim saarländischen Amtsgericht

 


20. September 2019

 

Gebärdensprache für Alma!

 

Die dreieinhalbjährige Alma kann nur mittels Gebärdensprache kommunizieren.

 

 


Jegliche gebärdensprachliche Förderung wird allerdings bis heute von den Behörden abgelehnt. Ihre Familie kämpft für sie und hofft auf Unterstützung.

 

Auf ihrer Internetseite könnt Ihr mehr über die Geschichte und den Kampf mit den Behörden erfahren.

Ein weiterer Artikel zum Thema Gebärdensprache wurde von der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht. Diesen könnt Ihr hier lesen:


20. September 2019


19. September 2019

Sascha Nuhn vom Hessischen Verband für Gehörlose und hörbehinderte Menschen e.V. schrieb am 9. September 2019 einen offenen Brief:

 

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben möchte ich Beschwerde gegen zwei Gebärdensprachdolmetscher*innen, Frau K. M. und Herrn K. A., einlegen.

 

Es geht um die Qualität der Voicen und die mangelhafte Wahrnehmung der Gebärdensprache im Gebärdenraum. Leider waren die beiden Gebärdensprachdolmetscher nicht in der Lage, diese Aufgabe mit einer hohen Qualität in Richtung Voicen zu übersetzen und ich habe mich in diesem Fall kommunikativ behindert gefühlt. Dieser Zustand sollte nicht von Dauer sein.

 

Sachverhalt:

Am 4. September 2019 war ich auf einer Veranstaltung zum BTHG in Wiesbaden und mir wurde schriftlich mitgeteilt, dass zwei Gebärdensprachdolmetscher vor Ort anwesend sein würden.

 

Vor Ort hatte ich nach dem Vortrag einige Fragen zum Vortragsinhalt und habe die Fragen an den Vortragsredner gestellt. Die beiden Gebärdensprachdolmetscher haben meine Fragen nicht verstanden, sodass ich diese noch einmal wiederholen musste. Mein Gebärdenfluss wurde ständig unterbrochen und mein sprachlicher Fluss wurde in diesem Fall gestört, sodass ich nicht in der Lage war, meine Fragen vollständig an den Vortragsredner zu stellen. Da habe ich mich vor allem entschuldigt und mitgeteilt, dass die beiden Gebärdensprachdolmetscher nicht in der Lage sind, meine Fragen zu verstehen und in Lautsprache zu übersetzen, und ich somit leider keine Fragen stellen kann. Diese Aussage haben die beiden leider nicht übersetzt, was ich als einen Verstoß gegen den Berufs- und Ehrenkodex sehe, da die beiden ihrer Aufgabe nicht nachgekommen sind.

 

Bei weiteren Vortragsthemen wollte ich wieder Fragen stellen. Und da bat mich die Gebärdensprachdolmetscherin explizit, dass ich ganz langsam gebärden solle, was ich auch getan habe. Außerdem habe ich einige Gebärdenvokabeln weggelassen, damit es für die beiden Gebärdensprachdolmetscher verständlicher wird. In diesem Moment war ich nicht ich selbst und in meiner Redefreiheit drastisch eingeschränkt!

 

Am Ende bin ich zu den beiden Gebärdensprachdolmetschern gegangen und habe ihnen mitgeteilt, dass das Dolmetschen nicht nur aus einer Richtung besteht, sondern aus zwei Richtungen, und dass im Bereich Voicen und Wahrnehmung ein enormer Verbesserungsbedarf vorhanden ist.

 

Es kann und darf nicht sein, dass ich mich kommunikativ eingeschränkt fühle und mich nicht frei entfalten kann. Außerdem ist unser Erscheinungsbild durch die beiden Gebärdensprachdolmetscher vor Ort geschädigt, da die anderen Anwesenden nicht unterscheiden können, wer in diesem Fall versagt hat.

 

Wie Sie schon wissen, ist dieses Problem nicht neu. Es ist schon länger bekannt, dass einige Gebärdensprachdolmetscher Schwierigkeiten mit Voicen sowie der Wahrnehmung der Gebärdensprache haben. Warum wird in diesem Fall keine Weiterbildung angeboten? Warum sind die Gebärdensprachdolmetscher nicht in der Lage, über sich selbst zu reflektieren und an dieser Schwäche zu arbeiten? Ebenso ist es bekannt, dass einige Gebärdensprachdolmetscher Aufträge ablehnen, in denen viel gevoict werden muss.

Leider muss ich sagen, dass es bei einigen Gebärdensprachdolmetschern aufgrund der mangelhaften Qualität im Bereich Voicen nicht in Ordnung ist, sie mit dem vollen Stundensatz abzurechnen!

 

Das Argument, dass der Gebärdensprachdolmetscher den Gesprächspartner erst mal kennenlernen muss um dann besser übersetzen zu können, lasse ich nicht mehr gelten. Es gehört zu der Aufgabe der Gebärdensprachdolmetscher, sich regelmäßig in der Welt der Gehörlosen zu bewegen und Veranstaltungen zu besuchen, um die Wahrnehmung und Verständigung zu erhöhen. Ich bin häufiger auf einer Veranstaltung unterwegs und habe noch nie zu einem Gebärdensprachdolmetscher gesagt, dass ich vorher ein Kennenlerngespräch führen muss um eine bessere Wahrnehmung zum Gebärdensprachdolmetscher erzielen zu können. Warum sollten die Gebärdensprachdolmetscher dann diese Sonderrolle einnehmen dürfen?

 

Aus diesem Grund plädiere ich dafür, dass die Gebärdensprachdolmetscher zukünftig die Bezeichnung „Dolmetscher für Gebärdensprache und Lautsprache“ tragen sollten. Sollten die Gebärdensprachdolmetscher nicht die geforderte Qualität in der Übersetzung von Gebärdensprache in die Lautsprache erzielen können, so sollten sie nur noch diese Bezeichnung „Dolmetscher für Gebärdensprache“ tragen. So kann man leichter erkennen, dass ein Gebärdensprachdolmetscher zwar eine Grundlage fürs Voicen hat, aber nicht die gewünschte Qualität im Bereich Voicen erbringen kann. Das wäre bei der Auswahl der Gebärdensprachdolmetscher eine große Hilfe!

 

Ebenso ist es eine Überlegung wert, eine Plattform für die Bewertung von Gebärdensprachdolmetschern einzuführen, um die Gebärdensprachdolmetscher anzuspornen, bessere Leistungen anzubieten und sich weiterzubilden.

 

Ein Weiterso können wir uns nicht mehr leisten. Wir müssen umdenken und überlegen, wie wir in Zukunft eine umfassende Leistung in beiden Richtungen anbieten können.

Dieses Schreiben sehen wir als offenen Brief an den Berufsverband für Gebärdensprachdolmetscher in Hessen an, da wir dringenden Handlungsbedarf im Bereich Voicen und der Wahrnehmung der Gebärdensprache sehen, um in Zukunft flächendeckend Gebärdensprachdolmetscher mit einer hohen Qualität an die Übersetzung anbieten zu können.

 

In der Vergangenheit haben wir mehrmals auf diese Problematik hingewiesen. Leider haben wir immer wieder die Aussage erhalten, dass es die Sache der Gebärdensprachdolmetscher sei, wie sie sich weiterbilden und weiterentwickeln.

 

Wir sind für ein Gespräch offen und freuen uns, wenn wir uns an einem Tisch sitzen können und gemeinsam über die zukünftige Lösung austauschen können.

 

Viele Grüße

Sascha Nuhn

******************
Ich bedanke mich bei Sascha für die Erlaubnis, diesen Brief hier veröffentlichen zu dürfen und vor allem für das Umdenken und die Veränderungen, die in der Vergangenheit und in der Zukunft im Sinne unseres Rechtes auf die barrierefreie Kommunikation getroffen wurden / werden.

 

Peter

 


30. Mai 2019

Symbolbild
Symbolbild

 

 

 Wievielmal musste ich das Wort „Fahrerflucht“ und „Strafe“ hören...?


30. Mai 2019

Saarbrücker Zeitung, Lokal Neunkirchen, vom 15. Mai 2019
Saarbrücker Zeitung, Lokal Neunkirchen, vom 15. Mai 2019

18. Februar 2019

Symbolbild
Symbolbild

 

 

 

Was ist denn passiert, wenn die Gebärdensprachdolmetscher...


21. Februar 2019

Quelle: zdf.de
Quelle: zdf.de

Kritik an die ZDF - Fernsehserie SOKO München, weil gehörlose Rollen mit hörenden Schauspielern besetzt ...


...liest ihr bitte hier: Stellungnahme vom Gehörlosen-Bund!

Und schaut ihr euch bitte ein Gebärdenvideo von Corinna Brenner an, natürlich mit dem Untertitel!

 

(Diese Fernsehserie "Stille Liebe" ist  im Internet unter https://www.zdf.de/serien/soko-muenchen/stille-liebe-100.html 

bis 09. Mai 2019 verfügbar!)

Download
dgb_03_2019_Stellungnahme.pdf
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Ich bedanke mich herzlich bei Corinna für ihr Einverständnis mit der Veröffentlichung dieses Videos für meine Homepage hier.

 


01. Februar 2019

Freundliche Mitteilung vom Gehörlosenbund:

Quelle: www.pixabay.com
Quelle: www.pixabay.com

Große Erleichterung herrscht über den Beschluss „CI-Zwang-Fall“ aus dem Amtsgericht Goslar:

 

Von familienrechtlichen Maßnahmen nach den §§ 1666,6 1666a BGB wird abgesehen!
Kein CI-Zwang! Keine Kindeswohlgefährdung!

 

Es war ein gemeinsamer Erfolg für den Elternwillen!

 

Monatelang verfolgte die Gehörlosen- bzw. Gebärdensprachgemeinschaft den konkreten Fall einer möglichen „CI-Zwangs-Implantation“ in Niedersachsen.

 

Dank der Unterstützung von Karin Kestner, die trotz ihrer schweren Erkrankung den Eltern sehr beigestanden hat, gelang es, sich gegen eine mögliche CI-Zwangsimplantation zur Wehr zu setzen.

 

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V., andere Verbände und Personen haben viele Stellungnahmen zu diesem Fall abgegeben. Den Beschluss des Amtsgerichtes hält der DGB für wegweisend für Eltern, denen nach einer BERA-Untersuchung eine CI-Implantation für ihr Kind nahegelegt wird und die sich trotz ausführlicher Beratung gegen eine CI-Implantation entscheiden. Nach den ausführlichen Ermittlungen des Familiengerichts bestehen keine ausreichenden Gründe, um eine Zwangsimplantation eines CIs richterlich anzuordnen. Mit der Entscheidung der Eltern gegen eine CI-Implantation liegt keine Kindeswohlgefährdung vor.

 

Wir gratulieren den Eltern zum richterlichen Beschluss und drücken unsere Hochachtung für Karin Kestners Engagement aus.

 

Wie Karin Kestner hoffen wir, dass es keinen neuen weiteren Fall dieser Art vor Gericht geben wird.

 

Quelle: Deutscher Gehörlosenbund - www.gehoerlosen-bund.de

 

Download
Veröffentlichter Beschluss des Amtsgerichts Goslar
Amtsgericht-Goslar_Beschluss_20190129.pd
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DGZ-Artikel „Urteil im CI-Zwang-Fall: Keine Kindswohlgefährdung“:

https://gehoerlosenzeitung.de/cochlea-implantat-zwang-urteil-goslar/

 

Hier findet ihr die Sammlung von Stellungnahmen, Artikeln, Übersetzungen usw..